Marie-Luise Fasse MdL wirbt für Radschnellweg

Als das rot-grüne Kabinett im vergangenen Jahr Eckpunkte für die Änderung des Straßen- und Wegegesetzes beschlossen hat, machte man sich auch im Kreis Wesel Hoffnung. Der Radschnellweg RS 1 soll nach Fertigstellung auf einer Länge von 101 Kilometern zwischen Duisburg und Hamm auch die sieben linksrheinischen Städte im Kreis Wesel, Alpen, Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten, anbinden

Außer Versprechungen hatte die Landesregierung in der gestrigen Sitzung des  Verkehrsausschusses bei der Debatte um die Gleichstellung von Radschnellwegen mit Landesstraßen aber nicht viel zu bieten. „Gerade einmal 2 Millionen Euro stehen im Haushaltsentwurf 2017 für den Bau von Radschnellwegen. Allein der Radschnellweg Ruhr wird 180 Millionen Euro kosten, womit dessen Bau mit den derzeitigen Mitteln noch Jahrzehnte dauern würde“, so die Rheinberger CDU- Abgeordnete Marie-Luise Fasse, die stellv. Mitglied im Fachausschuß ist. Wie viele Mittel das Land vom Bund einstreichen kann, der den Bau von Radschnellwegen mit etwa 25 Millionen Euro jährlich fördern will, ist auch noch völlig unklar. Fasse erklärt , daß es darüber hinaus noch zahlreiche Landesstraßen gebe ohne Radweg oder mit erneuerungsbedürftige Asphaltdecken.

„Radschnellwege können ergänzend zum Radwegenetz ein sinnvoller Baustein der Verkehrspolitik gerade im Metropolraum sein. Die rot-grüne Landesregierung erzeugt große Hoffnungen bei Radfahrern, wird aber für große Enttäuschung sorgen“, ist sich Fasse sicher.