Bildung als Türöffner

Auch wenn die Schultore noch für vier Wochen geschlossen bleiben, macht sich die Rheinberger CDU-Abgeordnete Marie-Luise Fasse Gedanken – Gedanken, die grundsätzlicher Natur sind. „In die Schulpolitik ist seit dem rot-grünen Regierungsantritt die Ideologie zurückgekehrt.“ Was die Schulministerin mache, höhle den 2011 von der CDU mitgetragenen Schulfrieden aus. Fasse fordert für jeden die Möglichkeit, sich individuell zu entwickeln, damit jeder seine Potentiale aktivieren und einbringen könne, zuerst im Unterricht und später im Berufsleben. „Das geht aber nur, wenn der Unterricht eine Qualität hat, die die Schüler auf das künftige Berufsleben bestmöglich vorbereitet“, so Fasse. Das gelte besonders für die leistungsschwächeren Schüler. „Inklusion“, ist Fasse der Meinung, „kann nur gelingen, wenn auch künftig sonderpädagogische Bildungsangebote bereitgestellt werden, die den individuellen Bedürfnissen des Kindes entsprechen. Deshalb sieht die CDU in Förderschulen auch weiterhin einen Baustein des Schulsystems.“ Was für die Förderschulen gelte, gelte auch für die Gymnasien. Die seien ein wesentlicher Bestandteil des differenzierten Bildungssystems und müßten mit ihrer leistungsstarken Struktur erhalten bleiben. Fasse befürchtet allerdings, daß rot-grün die Gymnasien zugunsten der Gemeinschaftsschulen kaputtsparen will. „Die Gymnasien sind die Schulform, an der wir die begabteren Schüler paßgenau fördern können – und damit stärken wir zugleich die Leistungskraft unseres Bildungssystems.“