25. April Internationaler Tag des Baumes:Wohlfahrtswirkungen der Bäume und des Waldes im Fokus

Mit der Pflanzung einer Winterlinde – Baum des Jahres 2016 – am 25. April 2016 im Pjatigorsk-Park in Schwerte stellte der NRW-Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) die Wohlfahrtswirkungen der Bäume und des Waldes in den Fokus seiner Auftaktaktion zum „Tag des Baumes“.

Aus Sicht der SDW gilt es v.a. unsere Wälder auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten, um deren Schutzfunktionen dauerhaft zu sichern. „Der Wasserschutz ist sicher die bedeutendste Wohlfahrtswirkung unserer heimischen Wälder, denn der Waldboden besitzt die besondere Fähigkeit, Wasser zu speichern und zu reinigen. Er kann große Wassermengen wie z.B. nach Stark- oder Dauerregen aufnehmen und uns damit vor Hochwasser schützen. Er kann das Regenwasser zugleich auch reinigen und lange speichern, so dass während längerer Trockenperioden Quellen und Grundwasser gespeist werden können. Gerade solche Wetterextreme werden durch den Klimawandel zunehmen und wir müssen durch Schaffung standortangepasster Mischwälder diese Schutzfunktionen für die Zukunft sichern. Die Winterlinde als typische Mischbaumart der trockenen Eichen-Hainbuchen-Wälder kann hier einen wertvollen Beitrag leisten“ so die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL.

Bürgermeister Heinrich Böckelühr, SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL, Guido Vortmann v.Vorstand SDW-Kreisverband Unna (v.r.)

 

 

 

 

 

 

 

Schwertes Bürgermeister Heinrich Böckelühr verwies auf die kulturelle Bedeutung der heimischen Linde und die Bedeutung der grünen Infrastruktur für das Klima unserer Städte: „Schon den Germanen galt die Linde als heiliger Baum und im frühen Mittelalter besaß jedes Dorf als Mittelpunkt eine Linde für Versammlungen, Feste oder Trauungen. Sie war Rechtsbaum und auf Hügeln gepflanzt galten sie als weit sichtbare Freiheitsbäume. In unseren heutigen Städten sind sie unverzichtbarer Bestandteil für eine bessere Lebensqualität, denn ob als Einzel- oder Alleebaum helfen sie die Feinstaub- und Lärmbelastung zu reduzieren, Temperaturextreme zu mildern und die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen“. Böckelühr verwies zugleich auf die klimatische Bedeutung der waldreichen Umgebung Schwertes, denn die Temperaturunterschiede zwischen Wald und Stadt bewirken einen ständigen Luftaustausch. Gleichzeitig filtern die Blattorgane Staub, Ruß und andere Verunreinigungen aus der Luft aus, so dass kühle und gereinigte Luft in die Siedlungen zurückfließt.