Weihnachtsbäume mit Ökosiegel und aus regionalem Anbau!

Nachdem die ersten Geschenke bereits besorgt sind, gehen jetzt die Gedanken auch zum Kauf des Weihnachtsbaumes. „Wir wünschen uns mehr Umweltbewusstsein beim Kauf des Weihnachtsbaumes“, fordert die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL. Oft entscheidet leider nur der Preis und das Aussehen und zu wenige würden hinterfragen, wo der Baum herkommt und wie er angebaut wurde, moniert die SDW-Landesvorsitzende.

Über 24 Millionen Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr wieder in den Wohnungen der Deutschen stehen – weniger als in den letzten Jahren, da sich die Nachfrage nach dem Weihnachtsbaum inzwischen dem demografischen Wandel angepasst hat. Während bei Haushalten mit Kindern 80 % der Familien einen Baum aufstellen, sind es in den immer häufiger werdenden 1- bis 2-Personenhaushalten nur noch die Hälfte. Die Deutschen bevorzugen dabei weiche und lange nicht nadelnde Bäume. So hat die in Plantagen angebaute Nordmanntanne mit 80 % die Fichte aus der Durchforstung mit 5 % weit hinter sich gelassen.

Weihnachtsbaumplantagen sind vielfach mit umweltbelastenden Dünge-, Unkrautvernichtungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel behandelt. Umweltverträglicher angebaute Weihnachtsbäume erkennt der Verbraucher an Siegeln wie PEFC, FSC, Naturland oder Bioland. Eine weitere Möglichkeit für einen Weihnachtsbaum mit guter Ökobilanz ist der Kauf bei regionalen Waldbauern oder den nächstgelegenen Forstämtern. Das Aussuchen des „schönsten“ Baumes und dem anschließenden Glühwein und Lebkuchen sind immer wieder ein besonders Erlebnis für die ganze Familie. Und man kann sicher sein, dass der Baum nicht Hunderte von Kilometern durch ganz Deutschland gefahren wurde.

Wer eine Alternative zur allseits beliebten Nordmanntanne ohne weihnachtlichen Duft sucht, findet einige Bäume im Angebot. So duften die – leider stechenden Nadeln – der Blaufichte intensiv nach Wald. Auch die Edeltanne verströmt einen intensiven Duft, der sich noch verstärken lässt, wenn man die Harztaschen am Stamm mit einer Nadel aufpiekst. Und wem der Preis wichtig ist, liegt bei der Fichte richtig. Sie ist mit Abstand am günstigsten, nadelt aber bereits nach ein paar Tagen.

Um möglichst lange Freude am Weihnachtsbaum zu haben, rät die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) zu folgender Maßnahme: Der Weihnachtsbaum sollte nach dem Einschlagen bis zum Fest an einer schattigen Stelle in einem Eimer mit Wasser und abgenommenem Netz aufgestellt werden. Bevor der Baum ins Zimmer kommt, sollte man ihn erneut absägen und ihn in einen Ständer mit Wasser, einem Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch stellen. Ein Standort möglichst weit weg von der Heizung und tägliches Gießen mit bis zu zwei Litern verlängern sein schönes Aussehen.

Weitere Infos unter www.sdw.de/waldwissen/weihnachtsbaum.