Image-Pflege notwendig

Trotz guter Berufs-, Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten ist das Image der Altenpflege nach wie vor schlecht“, empfing Henric Peeters den CDU-Bürgermeisterkandidaten Frank Tatzel. Zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss und der Landtagsabgeordneten Marie-Luise Fasse hatte Tatzel den Geschäftsführer des Caritasverbandes Moers-Xanten um ein Gespräch rund ums Thema Pflege gebeten. Weil man das Ganze aber nicht nur theoretisch beleuchten, sondern auch über die praktischen Probleme informiert werden wollte, waren als „Insider“ noch Thomas Kegler (Fachbereichsleiter ambulante Pflege Kamp-Lintfort), Fred Krusch (Einrichtungsleiter Caritas-Haus St. Hedwig in Kamp-Lintfort) und Matthias Labza (Einrichtungsleiter Caritas-Seniorenzentrum St. Josef in Kamp-Lintfort) anwesend. Peeters erwartet seitens der Politik größere Ausbildungsanstrengungen mit Blick auf die demographische Entwicklung. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, daß die Caritas Moers-Xanten die Werbetrommel rührt und an den umliegenden Schulen für eine Pflegeausbildung wirbt. „Wir suchen Dich“ – wer sich angesprochen fühlt, kann sich bei der Caritas in Moers melden (Tel.: 02841-90100)

Immer mehr ältere Menschen benötigten immer mehr Pflegeplätze – auch hier forderte Peeters die Politik zum Handeln auf. Tatzel weiß um die vielen Probleme. „Den Neubau von stationären Altenhilfeeinrichtungen erschwert die rot-grüne Landesregierung, indem sie frei-gemeinnützige Träger unter den gegebenen gesetzlichen Bestimmungen dazu zwingt, die über Kredite finanzierten Baukosten vorzufinanzieren über mehrere Jahre. Ambulante Wohngemeinschaften, die Gesundheitsministerin Steffens gerne als Alternative nennt, sind viel teurer.“ Und Fasse ergänzt, daß die CDU-Landtagsfraktion im April-Plenum den Antrag gestellt habe, über die Einrichtung von Pflegekammern auch in Deutschland zu diskutieren, wie es sie schon in vielen europäischen Ländern gibt. Deren Aufgabe ist die Interessenvertretung beruflich Pflegender, die Verbesserung der finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen und eine zukunftsorientierte Qualitätssicherung in der Aus- und Weiterbildung. Mit den Stimmen der rot-grünen Regierungsmehrheit wurde der Antrag abgelehnt.

Alle Anwesenden beschlossen, auf dieses Gespräch eine ganze Reihe folgen zu lassen und sich regelmäßig auszutauschen.