Marie-Luise Fasse: RAUS IN DEN WALD

Zumindest kalendarisch hat der Frühling angefangen – und wenn’s hoffentlich auch bald mit dem meteorologischen klappt, dann heißt es für Klein und Groß wieder: Raus in den Wald.

Damit man vom Waldspaziergang keine Zecke mit nach Hause bringt, sind das Laufen auf breiteren Waldwegen, das Vermeiden von Gras und Unterholz, festes Schuhwerk und lange Hosen hilfreich. Da Gras und Unterholz aber der ideale Abenteuerspielplatz sind, empfiehlt sich daheim das Absuchen von Körper und Kleidung nach Zecken.

Die Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Marie-Luise Fasse MdL, erklärt, was noch wichtig ist: „Das Rauch- und Müllverbot und der Schutz der Tiere und Pflanzen.“

Ganzjährige oder zeitlich begrenzte (März bis Oktober) Rauchverbote schützen den Wald vor Bränden. Deshalb ist auch das Grillen in der Nähe von Wäldern nur an ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Wenig bekannt ist, dass das Parken im Wald oder auf Waldwegen verboten ist. PKW mit Katalysatoren können Waldbrände verursachen, da der Katalysator während der Fahrt sehr heiß wird und die Vegetation entzünden kann.

Die Vermeidung von Lärm und das Wegegebot sind für ein ungestörtes Leben der Waldtiere wichtig. „Es sollte ebenfalls selbstverständlich sein, dass kein Müll im Wald hinterlassen wird. Müll im Wald führt nicht nur dazu, dass das Grundwasser verunreinigt wird, sondern bedroht auch Tiere, die sich an Glasscherben, Blechteilen und Kronkorken verletzen können. Plastiktüten werden oft als Nahrung aufgenommen, in Schnüren und Drähten können sich Wildtiere verfangen“, erläutert Fasse.

Wer sich für weitere waldfreundliche Tipps interessiert, kann diese im Waldknigge von A–Z unter Waldwissen auf der Internetseite www.sdw.de finden.