Schulen und Lehrkräfte nur unzureichend auf Inklusion vorbereitet

Viele Schulen im Kreis Wesel sind nur unzureichend auf die Inklusion vorbereitet. Einem Großteil der Lehrkräfte fehlt es an den notwendigen Qualifikationen, um den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern bewältigen zu können. Fortbildungsprogramme für Lehrkräfte sind bisher nur auf Grundschulen und Hauptschulen ausgerichtet. Wollen andere Schulformen ihre Lehrkräfte durch eine Weiterbildung auf die Inklusion vorbereiten, müssen sie sich selbst um geeignete Angebote bemühen. Im Kreis Wesel sind davon 24 Schulen (7 Real-, 3 Sekundar-, 9 Gesamt- und 1 Gemeinschaftsschule und 4 Gymnasien) betroffen.

Fasse weist zudem darauf hin, dass viele Förderschulen auslaufen, weil sie die Mindestgröße nicht mehr erreichen. Eltern, die ihr Kind weiterhin auf eine Förderschule schicken wollen, müssen zukünftig weitere Wege zur gewünschten Schule in Kauf nehmen.

„Weil das Land nicht genügend Lehrkräfte für inklusives Lernen bereithält, müssen Eltern eines behinderten Kindes und Schulträger zu Beginn des neuen Schuljahres mit großen (Anlauf-) Schwierigkeiten rechnen, resümiert die Rheinberger CDU-Abgeordnete.