Kinderfeuerwehren

Die Ablehnung durch Rot-Grün ist ein fatales Signal für die Zukunft des Brandschutzes in Nordrhein-Westfalen. Der Landtag lehnte in 2. Lesung am 12. Juli 2013 den Gesetzentwurf der CDU (Drucksache 16/1167 vom 22.10.2012) zur Schaffung von Kinderfeuerwehren ab – gegen die Stimmen von CDU, FDP und PIRATEN. Die Abgeordneten folgten damit der Beschlußempfehlung des Innenausschusses. Im November 2012 hatten die Abgeordneten über den Entwurf in 1. Lesung beratschlagt, Sachverständige unterstützten das Vorhaben während einer Anhörung im April 2013 im Innenausschuß.

Angesichts sinkender Mitgliederzahlen warten die Freiwilligen Feuerwehren händeringend auf eine entsprechende Gesetzesänderung. Die Verweigerungshaltung von Rot-Grün ist deshalb ein Schlag ins Gesicht der Feuerwehrleute. Bislang ist erst mit dem Erreichen des zehnten Lebensjahres der Eintritt in die Jugendfeuerwehr möglich. Bis dahin haben andere Vereine und Institutionen schon reichlich um Nachwuchs geworben. Das wollte die CDU mit ihrem Gesetzentwurf ändern. Der Gesetzentwurf sollte eine Rechtsgrundlage und mit ihr den notwendigen Versicherungsschutz dafür schaffen, daß künftig auch schon Kinder ab sechs Jahren in Kinderfeuerwehren spielerisch an das Thema Brandschutz herangeführt werden können.

Für ihre Ablehnung machen SPD und Grüne u. a. ein fehlendes pädagogisches Konzept im CDU-Gesetzentwurf geltend. Die Wehren vor Ort sind über diesen Ansatz entsetzt. Sie brauchen und wollen keine festgeschriebenen pädagogischen Konzepte. Sie benötigen vielmehr engagierte und kreative Gruppenleiter. Diese können selbst einschätzen, was mit der vorhandenen Manpower und den Mitteln umsetzbar ist, um die Kinder dauerhaft für die Feuerwehr zu begeistern. Im Übrigen dürfte es kein Problem sein, sich Informationen und Tipps von Leitern vorhandener Kindergruppen zu besorgen, wenn man auf diese Erfahrungen zurückgreifen möchte.