Einbruchskriminalität in Nordrhein-Westfalen auf Rekordniveau: Minister Jäger wird zum Gejagten

„Seit Minister Jäger im Amt ist, hat sich die Zahl der jährlichen Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen um 10.000 auf 54.000 erhöht“, erklärt die Rheinberger CDU-Abgeordnete Marie-Luise Fasse. Im Vergleich zu 1980 habe sich die Fallzahl sogar mehr als verdoppelt. Parallel dazu habe sich die Aufklärungsquote nahezu halbiert und stagniere inzwischen bei dürftigen 13,6 Prozent. In Kreis Wesel liegt die Quote bei sogar nur bei 11,4 Prozent.

Statt die Polizei personell in die Lage zu versetzen, Einbruchskriminalität wirksam zu bekämpfen, fordere der Minister mit einem Präventionsprogramm die Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Wohnungen stärker gegen Einbrüche zu sichern. „Hierdurch wird aber das Kriminalitätsproblem nicht gelöst“, so Fasse, „weil nämlich  professionelle Einbrecherbanden aus Osteuropa sich von besseren Türschlössern nicht abhalten lassen.“ Die Mitglieder dieser Banden kennzeichne ein besonders rücksichtsloses und zielgerichtetes Vorgehen.

Seit 30 Jahren ist der Anteil der Kriminalpolizei am Gesamtpersonalbestand der Polizei nahezu unverändert, obwohl sich die Zahl der Wohnungseinbrüche seither mehr als verdoppelt hat. „Anstatt die Bürgerinnen und Bürger vor Wohnungseinbrüchen zu schützen, setzt Minister Jäger mit Blitz-Marathons und Großrazzien auf große Schlagzeilen“, kritisiert die CDU-Abgeordnete. Durch diese Aktionen würden polizeiliche Ressourcen verschwendet, die an anderer Stelle fehlten. Fasse fordert den Minister auf, „für eine aufgabengerechte Personalausstattung der Kriminalpolizei zu sorgen; die Kriminalpolizei in die Lage zu versetzen, wirksam und dauerhaft gegen Wohnungseinbrüche vorzugehen und eine Gesamtstrategie zur repressiven Bekämpfung von Straftaten vorzulegen.“ Eine diesbezügliche Initiative der CDU-Fraktion wird in der kommenden Plenarwoche im Landtag debattiert.