„Was passiert mit meinem Nachlass?“ Das Thema brennt Künstlern unter den Nägeln

CDU-Landtagsabgeordnete Fasse informiert sich über einmalige Kunsteinrichtung in Deutschland

„Das Thema Nachlass ist akut. Es brennt den Künstlerinnen und Künstlern oder deren Angehörigen sehr unter den Nägeln. Auch hier in Rheinberg und im Kreis Wesel.“ Und weil das so ist, informierte sich jetzt die hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse in einer für Deutschland einmaligen Einrichtung, dem Archiv für Künstlernachlässe in der rheinischen Abtei Brauweiler.

 Im April 2010 wurde das Archiv eröffnet, das Land hatte mit zwei Millionen Euro den Umbau des ehemaligen Gutshofes der Abtei gefördert. Träger des Archivs für Künstlernachlässe ist die Bundesstiftung Kunstfonds. Ihr Zweck und ihre Aufgabe ist die Förderung der zeitgenössischen Bildenden Kunst in Deutschland.

„Dieses Archiv ist einmalig“, erläuterte die Geschäftsführerin der Stiftung Kunstfonds, Karin Lingl. Es gebe keine andere Institution in Deutschland, die die künstlerisch und historisch relevante Kunstproduktion der jüngeren Vergangenheit archiviere, pflege und – vor allem – der Öffentlichkeit zugänglich erhalte und zwar unabhängig von den Moden des Kunstmarktes und von finanziellen, räumlichen und konzeptuellen Möglichkeiten kommunaler oder landeseigener Museen.

„Ein gutes und wichtiges Konzept“, hob Fasse hervor. „Denn welcher Künstler und welche Künstlerin träumt nicht davon, dass das Werk für die Nachwelt gesichert und erhalten bleibt?“. Der „Schatz“ des Nachlassarchivs soll einer breiteren Öffentlichkeit im Land gezeigt werden. Deshalb will die CDU-Landtagsfraktion in einem Werkstattgespräch die „Netzwerker“ an einen Tisch bringen. Darüber hinaus will Fasse sich für die Erweiterung des Archivs einsetzen.