Waldbook statt Facebook

Deutscher Wald (SDW) ausgedacht. „Alle Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren sind eingeladen, ihre ‚Waldstory‘ zu posten. Damit wollen wir auf unser Jubiläum ‚300 Jahre Nachhaltigkeit‘ aufmerksam machen“, erklärt die Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft, die Rheinberger Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse. 1713 hatte der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz in seiner Sylvicultura Oeconomica zum ersten Mal von einer nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland geschrieben. Alle wissen, was nachhaltig ist, jeder redet darüber“, sagt Fasse. „Aber wissen die jungen Leute wirklich, was damit gemeint ist?“

Die Schutzgemeinschaft, die den Online-Wettbewerb vom 1. August 2013 bis 31. Juli 2014 gemeinsam mit der Deutschen Waldjugend veranstaltet, hofft darauf, die Jugend für das Thema nicht nur zu interessieren, sondern zu sensibilisieren. „Es geht darum, bei Eltern, Oma und Opa, Tante und Onkel nachzufragen, welche Erlebnisse sie mit dem Wald verbinden. Hat der Wald während der Kriegs- und Nachkriegsjahre als Nahrungslieferant gedient? Hat der Opa der Oma den Heiratsantrag im Wald gemacht und ein Herz in einen Baum geritzt? Hat jemand aus der Familie als Köhler gearbeitet?“, beschreibt Marie-Luise Fasse den Inhalt. Solche Geschichten gingen zunehmend verloren. Mit dem Waldbook wolle man dem entgegenwirken. „Da hoffen wir auf ganz viel Mithilfe von Kindern, Jugendlichen, Waldjugendgruppen und Schulklassen“, wirbt die Landesvorsitzende für das Projekt.

Die generationenübergreifenden Waldgeschichten können als Texte, Video oder Audio-Dateien eingereicht werden. Die Teilnahme ist als Einzelperson, Schulklasse oder Projektgruppe möglich. Weitere Infos gibt’s auf der Website www.waldbook.de. Der Jugendwettbewerb ist Teil eines Projektes des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.