Kein Denkmal ohne Pflege

„Wenn Minister Groschek von einer Neuausrichtung bei der Denkmal’förderung‘ spricht, dann kann von ‚Förderung‘ keine Rede mehr sein“, stellt die Rheinberger CDU-Abgeordnete Marie-Luise Fasse nüchtern fest. Sie spricht den Darlehensprogrammen die Wirkung ab – die könnten vielleicht in Ausnahmefällen helfen – und weist darauf hin, daß durch die Kürzungen bei der direkten Förderung nur noch ein „Bodensatz“ – ab 2014 sind das 4,1 Millionen Euro – staatlicher Zuwendungen übriggeblieben sei. 2,8 Millionen gehen in die Bodendenkmalpflege, 1,3 Millionen sind für bedeutende Sakralbauten reserviert. Dazu gehört neben dem Kölner Dom und dem Aachener Dom auch St. Viktor in Xanten. Darauf ist die Abgeordnete stolz. Denn zusammen mit dem Xantener Dombauverein hatte sie an den Minister und auch an die Ministerpräsidentin geschrieben und sich für den Erhalt der Förderung stark gemacht. „Der Xantener Dom ist für den Niederrhein ein kulturelles Zugpferd und zieht als Sehenswürdigkeit viele Touristen an“, erklärt Fasse die Bedeutung des Bauwerks.

Fasse verweist auf die Berechnung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. „Danach“, so die CDU-Politikerin, „folgen auf einen Euro staatlicher Förderung zwölf Euro aus privater Hand.“

„Die Landesregierung bricht mit ihrer Politik einen Baustein aus der Denkmalförderung heraus – das wird dazu führen, daß viele Denkmäler ohne Pflege bleiben und unwiderbringlich verloren gehen.