8. Jugend-Landtag NRW

„Mitmischen statt meckern“

Am 23.06.2016 war es wieder soweit, insgesamt 237 Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren schlüpften zum 8ten Mal in die Rollen der Abgeordneten des Landtages NRW. Mit dabei war auch Jana Hensen aus Sonsbeck. Drei Tage durfte sie „Politik machen“ und zuvor beschlossene Themen in ihrer „Fraktion“ erarbeiten und für die finale Plenarsitzung vorbereiten. Letzte Tipps holte sie sich vorher von „ihrer“ Abgeordneten Marie-Luise Fasse. Neben der Politik gab’s auch jede Menge Ablenkung: an den Abenden mischten sich bei Trampolin springen, Fußball spielen und Kickern die „Fraktionen“. Gefallen hat es Jana Hensen allemal – und auch die „echte“ Marie-Luise Fasse war mit ihrer Vertretung zufrieden. „Der Jugend-Landtag NRW ist eine tolle Möglichkeit, seine politische Interesse zu erweitern und einen näheren Einblick in die Arbeit der Abgeordneten, sowie die der Fraktionsvorsitzenden & Ausschussvorsitzenden zu erlangen“, so die junge Sonsbeckerin.

8. Jugendlandtag NRW Juni 2016 mit Jana Hensen

Ausschreibung Dieter Baacke Preis – Bundesweite Auszeichnung für medienpädagogische Projekte

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus.
Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit Mediennutzung und die Ausgestaltung der Medienkompetenz fördern.
Der Dieter Baacke Preis 2016 wird in fünf Kategorien vergeben, die jeweils mit 2.000,- € dotiert sind:

  1. Projekte von und mit Kindern
  2. Projekte von und mit Jugendlichen
  3. Interkulturelle und internationale Projekte (z.B. grenzüberschreitende medienpädagogische Projekte und Projekte, welche den interkulturellen Austausch fördern oder die Situation von Kindern, Jugendlichen, Familien mit Migrationshintergrund berücksichtigen, deren Teilhabe fördern, besonders auch in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten/Refugees), Medienarbeit als Schlüssel zur Integration
  4. Intergenerative und integrative Medienprojekte (medienpädagogische Zusammenarbeit, Austausch zwischen den Generationen, familienorientierte Medienarbeit , medienpädagogische Projekte mit inklusivem und integrativem Ansatz, welche z.B. die Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien in einer inklusiven Gesellschaft fördern)
  5. Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter (modellhafte, innovative medienpädagogische Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen, Trägern oder medienpädagogisch engagierten Einzelpersonen)

Bewerben können sich Institutionen, Initiativen oder Einzelpersonen mit innovativen, originellen oder mutigen Projekten zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz. Der Wettbewerb richtet sich an Projekte außerschulischer Träger (z.B. Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung, Medienzentren und Medieninitiativen) und Kooperationsprojekte zwischen schulischen und außerschulischen Trägern.
Die Projekte sollten im Vorjahr entstanden sein oder im laufenden Jahr bis zur Bewerbungsfrist beendet sein.

Bewerbungsschluss ist der 31. August 2016 (Poststempel/Eingang der Online-Anmeldung).

Anmeldung: www.dieterbaackepreis.de

 

Fracking soll verboten bleiben

2014 hat der Kreistag in Wesel eine Resolution zum Fracking-Verbot verabschiedet. Schon im Jahr zuvor hatte sich die Rheinberger CDU-Abgeordnete Marie-Luise Fasse für ein Verbot des unkonventionellen Frackings ausgesprochen. Nun steht das Thema nach einem Jahr erneut auf der Tagesordnung: Am Freitag stimmt der Bundestag über ein Fracking-Gesetz ab. Fasse erklärt, daß laut Gesetzentwurf vier Probebohrungen pro Jahr erlaubt sind, denen aber die einzelnen Landesregierungen zustimmen müssten. Für NRW lehnt sie solche Probebohrungen ab. Sie verweist auf die Risiken, die durch eine mögliche Grundwasserverschmutzung beim unkonventionellen Fracking bestehen. Konventionelles Fracking in Sandstein gibt es in Deutschland schon sehr lange. Vom Verbot ist es nicht betroffen, es soll aber nicht nur durch das Bergrecht, sondern auch durch das Wasserrecht reguliert werden.

 

Pauschalerstattung bei der Flüchtlingsversorgung geht an den Notwendigkeiten vorbei

„Mit der jetzigen Aufstockung der Pauschale reagiert die rot-grüne Landesregierung viel zu spät auf die tatsächliche Anzahl der Flüchtlinge zum 1.1.2016“, so die Rheinberger CDU-Abgeordnete Marie-Luise Fasse. „Allerdings vergißt mein Kollege zu erwähnen, daß diese Gelder noch nicht freigegeben sind – über den Nachtragshaushalt stimmen wir im Juli-Plenum noch ab. Auch daß das Land noch immer nicht die volle Kostenübernahme der kommunalen Aufwendungen leiste, werde mit keinem Wort erwähnt. „Mehr Geld für Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten bedeutet nicht, daß damit die tatsächlichen Ausgaben gedeckt sind.“ Fasse kritisiert, daß die Regierungsfraktionen zwar um die ungerechte Verteilung der FlüAG-Pauschale wissen und „systembedingte Verwerfungen“ eingestehen, aber daran nichts ändern. „Grund dafür ist, daß die Mittelverteilung auf die Kommunen pauschal erfolgt nach Einwohnerzahl/Fläche und nicht nach den tatsächlichen Flüchtlingszahlen in den Kommunen.“ Wider besseres Wissen werde außerdem bei der Berücksichtigung der sogenannten Geduldeten mit veralteten Flüchtlingszahlen gerechnet (Stichtag 31.12.2014).