Dr. Gertrud Hein geehrt

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der „Aktion Waldjugendspiele” am 26. April 2016 im Düsseldorfer Landtag wurde die langjährige Fortbildungsdezernentin der Natur- und
Umweltschutzakademie NRW (NUA), Dr. Gertrud Hein für ihre besonderen Verdienste im Bereich der Natur- und Umweltbildung von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ausgezeichnet.

Seit über 30 Jahren schafft es die rheinische Frohnatur mit ihrer fachkompetenten, sympathischen und offenen Art immer wieder aufs Neue, Menschen für die Sache der Umweltbildung zu begeistern. Unter ihrer Federführung wurden in Nordrhein-Westfalen schon über 1.000 Natur- und Landschaftsführer und 136 Rangerinnen und Ranger ausgebildet. Sie ist zudem als „Geschäftsführerin” die Seele des Waldpädagogischen Forums NRW, welches in den letzten 13 Jahren insgesamt 27 Weiterbildungsforen mit über 1.500 Teilnehmern durchgeführt hat. Eng mit dem Namen Dr. Gertud Hein verbunden ist das staatlich anerkannte „Waldpädagogik-Zertifikat”, welches 2009 für Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde. Hierbei kooperieren Wald und Holz NRW und NUA eng miteinander und Frau Dr. Hein wirkte nicht nur an der Entwicklung mit, sondern sie ist bis heute dort fachkundige Referentin und Prüferin. Inzwischen haben in NRW bereits 137 Personen die Prüfungen zum staatlich anerkannten Waldpädagogen erfolgreich absolviert.

Vizepräsident Eckhard Uhlenberg (v.l.) mit Christiane Wiener vom Landesbetrieb Wald & Holz NRW, Andrea Hirsch von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Andreas Roefs vom Landesbetrieb, Dr. Gertrud Hein von der Natur- und Umweltschutzakademie NRW, Dr. Hans-Jürgen Schäfer vom Landesbetrieb, der Landtagsabgeordneten Marie-Luise Fasse, die auch Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist, sowie dem Parlamentarischen Staatssekretär im Umweltministerium, Horst Becker.

Die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL ging bei dieser Gelegenheit auf die Kritik einzelner FDP-Abgeordneter ein, die wiederholt das NUA-Bildungsprogramm als „Steuerverschwendung für die Promotion grüner Lebensstiele” diskreditiert und als Beispiele hierfür u.a. Veranstaltungen des Waldpädagogischen Forums angeführt hatten. Die SDW-Landesvorsitzende hob demgegenüber die Programmvielfalt der über 200 Veranstaltungen von NUA und Naturschutzverbänden heraus, bezeichnete die Kritik als in der Sache schlichtweg falsch und sah in der FDP-Bewertung eine Geringschätzung ehrenamtlichen Engagements.

25. April Internationaler Tag des Baumes:Wohlfahrtswirkungen der Bäume und des Waldes im Fokus

Mit der Pflanzung einer Winterlinde – Baum des Jahres 2016 – am 25. April 2016 im Pjatigorsk-Park in Schwerte stellte der NRW-Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) die Wohlfahrtswirkungen der Bäume und des Waldes in den Fokus seiner Auftaktaktion zum „Tag des Baumes“.

Aus Sicht der SDW gilt es v.a. unsere Wälder auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten, um deren Schutzfunktionen dauerhaft zu sichern. „Der Wasserschutz ist sicher die bedeutendste Wohlfahrtswirkung unserer heimischen Wälder, denn der Waldboden besitzt die besondere Fähigkeit, Wasser zu speichern und zu reinigen. Er kann große Wassermengen wie z.B. nach Stark- oder Dauerregen aufnehmen und uns damit vor Hochwasser schützen. Er kann das Regenwasser zugleich auch reinigen und lange speichern, so dass während längerer Trockenperioden Quellen und Grundwasser gespeist werden können. Gerade solche Wetterextreme werden durch den Klimawandel zunehmen und wir müssen durch Schaffung standortangepasster Mischwälder diese Schutzfunktionen für die Zukunft sichern. Die Winterlinde als typische Mischbaumart der trockenen Eichen-Hainbuchen-Wälder kann hier einen wertvollen Beitrag leisten“ so die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL.

Bürgermeister Heinrich Böckelühr, SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL, Guido Vortmann v.Vorstand SDW-Kreisverband Unna (v.r.)

 

 

 

 

 

 

 

Schwertes Bürgermeister Heinrich Böckelühr verwies auf die kulturelle Bedeutung der heimischen Linde und die Bedeutung der grünen Infrastruktur für das Klima unserer Städte: „Schon den Germanen galt die Linde als heiliger Baum und im frühen Mittelalter besaß jedes Dorf als Mittelpunkt eine Linde für Versammlungen, Feste oder Trauungen. Sie war Rechtsbaum und auf Hügeln gepflanzt galten sie als weit sichtbare Freiheitsbäume. In unseren heutigen Städten sind sie unverzichtbarer Bestandteil für eine bessere Lebensqualität, denn ob als Einzel- oder Alleebaum helfen sie die Feinstaub- und Lärmbelastung zu reduzieren, Temperaturextreme zu mildern und die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen“. Böckelühr verwies zugleich auf die klimatische Bedeutung der waldreichen Umgebung Schwertes, denn die Temperaturunterschiede zwischen Wald und Stadt bewirken einen ständigen Luftaustausch. Gleichzeitig filtern die Blattorgane Staub, Ruß und andere Verunreinigungen aus der Luft aus, so dass kühle und gereinigte Luft in die Siedlungen zurückfließt.

SDW-Kreisverband Wesel gegründet

Am 22. April fand in Wesel-Büderich die Gründungsversammlung des Kreisverbandes Wesel der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald statt. Entstanden ist er aus der Fusion der Ortsverbände Wesel, Dinslaken und Moers. Mit einer Stärke von rund 300 Mitgliedern gehört der Kreisverband nunmehr zu den größten Untergliederungen der SDW in Nordrhein-Westfalen. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Antonius Dicke aus Hamminkeln gewählt, sein Stellvertreter ist Dr. Thomas Becker aus Dinslaken. Der Vorstand wird komplettiert durch Kirsten Kebschull (Wesel, Schatzmeisterin), Marie-Luise Fasse MdL (Rheinberg), Thomas Michaelis (Hamminkeln) und Katharina Lohmann (Xanten).

(v.r.) Dr. Thomas Becker, Thomas Michaelis, Marie-Luise Fasse MdL, Dr. Antonius Dicke, Kirsten Kebschull und Katharina Lohmann.