Marie-Luise Fasse MdL (CDU) -Aktion „Rettet die Kastanien“ -

•             SDW ruft zur Teilnahme am 9. November 2013 auf

Wer seinen Kastanienbäumen helfen will, muss in den nächsten Tagen zum Laubbesen oder Rechen greifen, um den gefräßigen Kastanienminiermotten die Überwinterungsmöglichkeit zu nehmen.

„Hier brauchen die Kommunen die Hilfe der Bürger“, erläutert SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse MdL.

Zwar würden die Kommunen für den Abtransport des meisten Laubes sorgen. Aber hier geht es um jedes einzelne Blatt! Denn in jedem Kastanienblatt können bis zu zehn Puppen der Motte überleben und im kommenden Jahr 100.000 Nachkommen haben.

Die Kastanienminiermotte ist ein aggressiver, winzig kleiner Schädling, der vor fünfzehn Jahren aus dem Balkan eingewandert ist und sich hier ohne natürlichen Gegenspieler ungehemmt vermehren kann. Durch die Miniermotte verlieren die Kastanien seit Jahren ihre Blätter bereits im Spätsommer. Langjährige Beobachtungen zeigen, dass die geschwächten Bäume anfälliger gegen Pilze sind. Immer mehr Kastanien müssen deshalb wegen mangelnder Standfestigkeit gefällt werden.

Jeder kann alleine oder mit der Familie oder Freunden aktiv werden. Die Kommunen bieten entweder Säcke zum Abtransport an oder holen die beschrifteten Laubsäcke extra ab. Wichtig ist, dass das Laub verbrannt oder professionell kompostiert wird, da der Schädling im eigenen Komposthaufen aufgrund der zu niedrigen Temperaturen überlebt.

Marie-Luise Fasse MdL – Landesvorsitzende Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: Traubeneiche – Baum des Jahres 2014

Langlebige Baumart hat gute Chancen beim Klimawandel

Eichen haben hohen Stellenwert bei uns Deutschen

Nach dem seltenen Wildapfel steht im kommenden Jahr die Traubeneiche (Quercus petraea) im Mittelpunkt des Interesses. Eichenwälder sind heute selten geworden. Auch machen viele Insekten der Eiche durch Kahlfraß das Leben schwer. Dennoch hat sie durch ihre natürliche Verbreitung in eher trockenen Gebieten gute Chancen im Klimawandel.

Die Traubeneiche fällt durch ihre knorrigen Äste und mächtige Krone auf. Hinzu kommt, dass Eichen bis zu 1.000 Jahre alt werden können. Im Mittelalter wurden vor allem ihre Früchte – die Eicheln – geschätzt, da Hausschweine, die damals im Wald gehütet wurden, sie als Nahrung schätzten. Aus dieser Zeit stammt der Spruch, dass der „beste Schinken auf Eichen wächst.“ Auch Eichhörnchen und Eichelhäher fressen die Eicheln. Sie verstecken diese als Wintervorrat im Boden.

Im Vergleich zur Stieleiche, ihrer nahen heimischen Verwandten, hängen die Eicheln bei der Traubeneiche „in Trauben“ an kurzen Stielen. Daher auch ihr Name, denn bei der Stieleiche hängen die Früchte einzeln an langen Stielen. Ansonsten lassen sich beide Baumarten noch anhand der Blätter unterscheiden.

Traubeneiche F.Brunner (2)

Das Holz des bis zu 40 Meter hohen und zwei Meter starken Baumes wurde früher für den Schiffsbau verwendet, da es sehr hart und dauerhaft ist. Damit ist auch zu erklären, warum z.B. in England viele Eichenwälder verschwunden sind.

Für Fachwerkhäuser war Eichenholz die erste Wahl. Auch heute ist das Holz als Furnier, für Möbel oder auch Wein- und Whisky-Fässer gefragt.

Besonders alte Eichenwälder sind wertvoll für viele Tier- und Pilzarten. Das bekannteste Tier, das auf alte Eichen angewiesen ist, ist wohl der Hirschkäfer. Insgesamt sollen über 500 verschiedene Insektenarten auf und von Eichen leben. Darunter auch der Eichenprozessionsspinner, der in den letzten Jahren durch seine Gesundheitsgefährdung für Menschen in den Medien war.

Schon die Germanen hatten eine besondere Beziehung zu der Eiche. Sie steht in der Mythologie und im Volksglauben für Kraft, Stärke und Standfestigkeit.

Wegen ihrer Beständigkeit wurde und wird sie daher auch auf Münzen und Wappen dargestellt.

 

Kanal-TÜV: Eigentümer im Kreis Wesel betroffen

„Ich kann’s nicht glauben“, so Marie-Luise Fasses erste Reaktion, als klar war, daß die rot-grüne Parlamentsmehrheit die  „Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen – Selbstüberwachungsverordnung Abwasser – SüwVO Abw“  in der gestrigen (17.10.) Plenarsitzung verabschiedet hat. Die Neuregelung sieht vor, dass Häuser, die vor 1965 in Wasserschutzgebieten errichtet wurden, bis Ende 2015 auf undichte Kanäle geprüft werden müssen. Häuser, die danach errichtet wurden, müssen bis Ende 2020 geprüft werden.

Das trifft nun auch zahlreiche Hausbesitzer in den Wasserschutzzonen im Kreis Wesel. Sie müssen die Dichtheitsprüfung durchführen und aus eigener Tasche bezahlen. Für Kontrolle und Sanierung können mehrere tausend Euro fällig werden.

Fasse: „Abwasserrohre müssen dicht sein. Deshalb hat sich die CDU dafür eingesetzt, daß eine Prüfung von privaten Abwasserkanälen durchgeführt werden muß, wenn ein begründeter Verdacht besteht, daß sie undicht sind. Denn nach wie vor gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass von privaten Abwasserleitungen eine Gefahr für die Verunreinigung des Grundwassers ausgeht.“

CDU Senioren Union Kamp-Lintfort zu Gast im Landtag NRW

Eine teils heftige Diskussion erlebten die Mitglieder der Kamp-Lintforter Senioren Union bei ihrem Landtagsbesuch. Das Für und Wieder der Inklusion war anschließend auch Thema in der Diskussion mit Marie-Luise Fasse: Ist es sinnvoll, wie seitens der rot-grünen Landesregierung jetzt beschlossen, ab dem Schuljahr 2014/2015 schrittweise den Rechtsanspruch auf Unterricht in der Regelschule zu garantieren? Die noch immer ungeklärte Kostenfrage soll eine unabhängige Kommission eruieren. Bis dahin wollen die Kommunen nicht gegen das Gesetz klagen, fordern aber vom Land einen Ausgleich für die erwarteten Zusatzbelastungen in dreistelliger Millionenhöhe. Die CDU-Abgeordnete positionierte sich deutlich. Fasse: „Es gibt keine verbindlichen Qualitätsstandards, deshalb wird das eine ‚Inklusion nach Kassenlage‘“.